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Die Konserven des Périgord

Im Périgord gehört das Herstellen von Konserven zu jenen Familientraditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben und gehütet werden. Die ganze Familie nimmt an den diesbezüglichen, jahreszeitlich bedingten Aktivitäten teil.

An sonnigen Frühherbsttagen findet man, falls es zuvor ein paar Tage lang geregnet hat, körbeweise Steinpilze. Einige davon wandern zum "Vernaschen" gleich in die Pfanne, die meisten jedoch werden gegart und eingeweckt. Im Dezember dreht sich alles um Enten und Gänse. Nach dem Rupfen herrscht grosse Spannung, wenn die Leber vorsichtig ans Licht geholt wird: welches Gewicht wird sie auf die Waage bringen? Dann trennt man Flügel und Schenkel ab, um sie zu Eingelegtem ( confit ) zu verarbeiten. Das kostbare Fett wird aufgehoben, denn es dient der Konservierung und verleiht den perigordinischen Gerichten ihren typischen Geschmack. Nun kommen Geflügelfilet ( magret ) und Schmalzfleischgrieben ( grillons ) an die Reihe. Die zwischen November und Januar aufgespürten Trüffel werden im eigenen Saft bewahrt und dienen später zum Beispiel dazu, ein Omelett zu garnieren. Auf diese Weise verwandeln sich einfache Gerichte in Spezialitäten für Feinschmecker. Eine weitere Aktivität während des Winters ist das Schlachten und Verarbeiten des Schweines, das die Familie das ganze Jahr hindurch aufgezogen hat. Im Sommer werden grüne Bohnen und Spargel eingeweckt.


Arachnis