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Geburt eines Departements: Dordogne    
Das Departement der Dordogne wurde am 26.Januar 1790 durch einen Regierungserlass gegründet.
Die damals einzige Industrie von Bedeutung war die mit Holzkohle betriebene Metallverarbeitung, der vor allem im Norden des Departements alles Benötigte zur Verfügung stand: Eisenerzvorkommen und Wälder, sowie im Winter einsetzbare, arbeitslose Landwirtschaftsarbeiter. 1859 gab es insgesamt 40 Eisenhütten, von denen jedoch keine einzige die Konkurrenz nach der Marktöffnung in 1860 überlebte. Der Untergang dieser Industrie sowie die bald darauf folgende Zerstörung fast aller Weinberge durch Reblausbefall führten zu einem demografischen und ökonomischen Niedergang, den Papier-, Glas-, Porzellan- und Schuhmanufakturen nicht aufhalten konnten.

Der wirtschaftliche Aufschwung in den 1980iger Jahren basiert vor allem auf Viehzucht (Rinder, Gänse und Mastenten) und Landwirtschaft (Getreide, Ölfrüchte und Tabak (Hauptproduzent Frankreichs). Hinzu kommen noch Trüffel (ein Drittel der nationalen Gesamternte), Walnüsse und Erdbeeren (Platz 2 der französischen Produktion), Wein (Bergerac, Monbazillac, Pécharmant, Montravel u.s.w.), Pflaumen, Esskastanien, und Steinpilze. Der Tourismus bestreitet 25% des Einkommens der Dordogne, und in der Tat hat die Gegend viele Vorzüge: Spitzenregion für "Grünen Tourismus" (mit 9060 km² das drittgrößte Departement Frankreichs), prähistorische Bilderhöhlen (Lascaux, Cap Blanc …), die meisten Schlösser im Land (es heißt 1001 insgesamt), anspruchsvolle Museen (Nationalmuseum für Prähistorie, gallisch-römisches Museum "Vésunna" und viele gastronomische Anziehungspunkte (Steinpilz,-Trüffel- und "foie gras" Märkte, Reiseprogramme für Liebhaber der Wein- und Esskultur..)
Schließlich sollte noch erwähnt werden, dass in der Dordogne viele Filme gedreht wurden, wie z.B. Les Misérables, La Fille de d’Artagnan, Les Visiteurs II, Jeanne d’Arc, Jacquou le Croquant oder die Fernsehserie La Rivière Espérance, um nur einige zu nennen. Dieses "Land der Dreharbeiten" steht an vierter Stelle der französischen Filmschauplätze, nach Paris, der Côte d’Azur und Rhône-Alpes, und das alljährliche Filmfestival von Sarlat stößt auf ständig wachsendes Interesse.
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