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Der hier sehr stark vertretene Adel hat oft sein Vermögen aufs Spiel gesetzt, um neue zu errichten oder alte umzugestalten. Zeugnis dafür sind die Schlösser Puyguilhem, de Richemont, des Bories, de Losse und andere mehr.
Während der Renaissance wurde auch die Buchdruckerkunst ins Leben gerufen und in dieser an Holz und Wasserläufen so reichen Gegend entstanden viele Papiermühlen, insbesondere im Tal der Couze. Dreizehn sind erhalten geblieben, zwei davon funktionieren noch. Sechs Jahre nach Gutenbergs Erfindung besaß Périgueux als erste Stadt Aquitaniens eine Druckerei. Diese kulturelle und wirtschaftliche Erneuerung kam zunächst nur Städten und Reichen zu Gute, wohingegen das Volk, trotz einiger Friedenszeiten mit relativem Wohlstand, Macht- und Religionskriege, Hungersnöte und Pestepidemien über sich ergehen lassen musste. Von Verzweiflung getriebene Aufstände brachen aus, wie 1545 in Périgueux, und 1594 die blutige Revolte der "Croquants".
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